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CQWWDX 2003 auf Sardinien
So langsam neigt sich der
Sonnenfleckenzyklus dem Minimum zu. Eigentlich hatte es uns auf Jersey
gut gefallen, aber wir dachten uns, 1000 km weiter südlicher könnten
wir etwas bessere Bedingungen vorfinden. Also wurde überlegt und nach
einer Zeit schien uns Sardinien ein guter Kompromiss zwischen
Reisezeit, südlichen Ausbreitungsbedingungen, Transportkosten und einem
attraktiven Rufzeichengebiet zu sein. Wie kommen wir an einen Standort.
Es wurde nach einem Spezial-Reisebüro mit guten Ortskenntnissen
gesucht. Das fanden wir in Tourisada. Also schrieben wir eine E-mail
zur ersten Kontaktaufnahme, etwa mit folgendem Inhalt: "Wir suchen ein
paar zusammenliegende Ferienhäuser für 12 Personen, mit Platz drumherum
in Größe eines Fußballfeldes, Wiese und kein Fels als Untergrund, sowie
einer dreimal 16 Ampere Stromzuleitung. Ach ja, im Umkreis von ein paar
Kilometern sollte keine Erhebungen sein, die höher ist als der gesuchte
Standort." Eine Antwort kam postwendend, ob das ein Witz wäre. Wir
untermauerten unsere Anfrage mit ein paar Fotos von Antennenwäldern und
erklären was ein Contest ist. Die Reaktion des Reisebüros: "Können wir
uns in Düsseldorf treffen um Details zu besprechen?" So trafen wir uns
eine Woche später in einem Restaurant und stellten fest, dass wir genau
die richtigen Partner gefunden hatten. Sie führten einige Telefonate
und unsere Wünsche wurden erfüllt.
Der Tag der Abreise kam. Unsere
Ausrüstung, so um die 2 Tonnen, war im Transporter verstaut, den Peter
, DH4JQ fahren musste. Mit an Bord war seine XYL Dagmar. Randvoll war
auch der Kombi von Christoph DK2CRN, bei dem noch Georg DL1ECG und
Stefan DL1ELY mitfuhren. Das Schlusslicht bildete Gerd DL3EW mit
Beifahrer Karlfried DL1EK. In den großen Kombi passte noch nicht einmal
mehr eine Kamera rein. Erster Halt war in Bad Soden. Dort stieg noch
Ken W8LU zu. Ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir das Etappenziel
Innsbruck. Vor dem Hotel wurde eine Station aufgebaut, um den
Daheimgeblieben einen Reisebericht geben zu können.
Am nächsten Morgen trafen Marion DF4UM mit OM Elmar und Stefan DL7AOS
ein, um gemeinsam die Weiterfahrt über den Brenner nach Italien
anzutreten. Entweder war der Brenner steiler als angegeben oder die
Ausrüstung im Transporter doch schwerer als 2 Tonnen. Wie auch immer,
die Reisegeschwindigkeit sank auf 60 km/h….
Wir kamen doch noch pünktlich an der Nachtfähre in Genua an. Im Hafen
haben wir dann auf einen Stationsaufbau für den Sked mit den Freunden
verzichtet.
Am nächsten Morgen landeten wir auf
Sardinien und machten uns auf den kurvigen und bergigen Weg nach Bosa.
Peter DH4JQ (unser Transporter-Chauffeur) dachte zeitweise über andere
Freizeitbeschäftigungen nach…. In Bosa trafen wir uns mit Antonio Urgu
von Tourisada. Nach einem Kaffee brachte er uns zu unseren
Ferienhäuser. Sie lagen auf einem Berg über der Bucht von Bosa, was
Besseres kann man sich für eine Antennenfarm nicht vorstellen.
Wir begannen sofort mit dem Aufbau und es begann in Strömen zu regnen.
Egal, da mussten wir durch. An diesem Mittwochabend standen drei Beams
und die 4-Square für 40m. Also schnell mal die Antennen testen und dann
ging’s zum Abendessen. Es war etwas schwierig, ein offenes Restaurant
zu finden. Noch schwieriger war es für den Besitzer, eine Mannschaft
für Restaurant und Küche aufzutreiben, die Urlaubszeit war halt vorbei.
Am Donnerstag morgen, wir saßen noch
beim Frühstück, kam ein Lieferwagen vom örtlichen
Elektroversorgungsunternehmen, um den bestellen zusätzlichen Anschluss
zu legen. Wir verbrachten den Tag mit dem Aufbau von weiteren Masten
und einer Verikal für 80 Meter.
Irgendwann kam ein Polizeiwagen angefahren. Die beiden Beamten
überbrachten uns einen handgeschrieben Brief mit einigen Stempeln und
verschwanden wieder. Wir riefen unseren Kontaktmann Antonio Urgu an und
der erklärte uns, dass das die Baugenehmigung sei! Der Bürgermeister
wolle auch noch persönlich vorbei kommen.
Am Freitag wurden die restlichen
Antennen aufgebaut. Werner OE2WPO kam an und Lars DF1LON musste am
Flugplatz abgeholt werden. Damit war das Team komplett. Leider bekamen
wir keine Link zu einen Packet-Radio-Knoten hin. Lars DF1LON stellte
sein Handy auf Datenübertragung um und baute eine Standleitung nach
Deutschland auf, so waren wir doch noch im DX-Cluster.
Zum Contest gibt es nicht viel zu
erzählen, nur dass wir mit 4 Stationen rund um die Uhr QRV waren. Keine
Antenne wurde vom Wind beschädigt, keine PA rauchte ab, nein – es
funktionierte alles. Man könnte höchstens berichten, dass die
Stromversorgung doch nicht ausreichte, um die volle legale Leistung auf
allen Bändern herauszuholen….
Ach ja, der Bürgermeister mit Schärpe
war natürlich da, einige Zeitungsreporter und ein Team vom lokalen
Fernsehen. Man hätte doch besser einen Italienisch-Kurs besuchen
sollen!
Am Montag wurde wieder abgebaut und alles verstaut. Antonio Urgu hatte
ein Abendessen mit lokalen Spezialitäten organisiert. Das alleine wäre
schon ein Grund, den nächsten Contest wieder dort zu machen.
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Band
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QSOs
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Zonen
|
Countries
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160
|
262
|
9
|
57
|
|
80
|
775
|
15
|
70
|
|
40
|
788
|
15
|
84
|
|
20
|
2135
|
33
|
125
|
|
15
|
1604
|
34
|
118
|
|
10
|
2171
|
34
|
132
|
|
TOTAL
|
7736
|
148
|
585
|
|
|
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Score
|
9,257,790
|
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